Hausgeld – häufig unterschätzt

Warum Käufer einer Eigentumswohnung vorher genau hinschauen sollten, um nicht von der Hausgeld Höhe überrascht zu werden

Alles rund ums Hausgeld / Bild: iStock

Alles rund ums Hausgeld / Bild: iStock

„Endlich keine Miete mehr zahlen!“ Darüber freuen sich viele frischgebackene Immobilienbesitzer. Doch gerade Käufer einer Eigentumswohnung erleben immer wieder eine Überraschung, wenn der Traum von den eigenen vier Wänden Wirklichkeit geworden ist. Denn dann wird in der Regel statt der Miete ein Hausgeld fällig. Wer den Kauf einer Eigentumswohnung plant, sollte sich vorher über die Höhe informieren und die Zahlung einplanen.

Darum geht es beim Hausgeld

Kosten für den Hausmeister, die Müllentsorgung, Reinigung etc. werden auf die Eigentümer umgelegt. Der Hausverwalter muss dazu einen Plan aufstellen und die Kosten am Ende des Jahres umlegen – vergleichbar ist das mit der Nebenkostenabrechnung bei Mietern.

Doch Achtung: Das Hausgeld kann deutlich höher ausfallen als die Nebenkosten in der vergleichbaren Mietwohnung. Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Manche Eigentümergemeinschaft leistet sich mehr Luxus und Service rund um die eigene Immobilie – „gerade in luxuriöseren Häusern sind 500 Euro Hausgeld im Monat keine Seltenheit“, warnt deshalb das Immobilienportal „immowelt.de“.
  • Mit dem Hausgeld werden oft auch Rücklagen für mögliche Reparaturen und Instandhaltung gebildet. In älteren Häusern können hier auch größere Summen notwendig sein.

Die durchschnittliche Höhe des Hausgeldes liegt bei 3,84 Euro pro Quadratmeter, so das Portal „immobilienscout24.de“ – allerdings mit erheblichen Schwankungen nach oben und unten.

Tipps, wenn Sie nach einer Eigentumswohnung suchen

  • Tipp 1: Meist wird die Höhe des Hausgeldes in Immobilienanzeigen oder im Exposé zu dem Objekt genannt. Fehlt die Information, fragen Sie gezielt nach, um später keine böse Überraschung zu erleben.
  • Tipp 2: Ist das Hausgeld vergleichsweise niedrig? Das ist nicht unbedingt ein Grund zur Freude. Schauen Sie sich vor dem Kauf an, wie sich das Hausgeld zusammensetzt. Der niedrige Betrag kann beispielsweise deshalb zustande kommen, weil keine Rücklagen für Reparatur und Instandhaltung gebildet werden. Dann kann es später teurer werden, wenn etwas kaputtgeht.
  • Tipp 3: Wer seine Eigentumswohnung vermietet, kann das Hausgeld nicht einfach komplett auf die Nebenkosten des Mieters abwälzen. Denn das Hausgeld enthält einige Kostenarten, die nicht auf die Nebenkosten umgelegt werden dürfen. Dazu zählen die genannten Kosten für Reparaturen, aber zum Beispiel auch die für die Hausverwaltung.

Sie interessieren sich für eine Eigenheimfinanzierung? Dann informieren Sie sich hier über unsere Top-Konditionen für Ihre Baufinanzierung!

 

Schreibe einen Kommentar