Häufig vergessene Werbungskosten 2014: Haben Sie an diese Quittungen gedacht?

Viele Arbeitnehmer lassen sich bei der Steuer hübsche Vorteile entgehen – weil sie bei den Werbungskosten nicht alles absetzen, was geht, und sich mit der Arbeitnehmerpauschale zufriedengeben. Wenn Sie sich Ihre Vorteile sichern wollen, sollten Sie spätestens jetzt gegen Ende des Jahres Ihre Belege sammeln und sicherstellen, dass Sie nichts vergessen. Hier sind die Kostenpunkte, die Arbeitnehmer immer wieder übersehen:

  • Telefonrechnung: Ruft Ihr Chef häufiger bei Ihnen zu Hause an? Oder müssen Sie auch öfter einen Kunden oder Geschäftspartner von Ihrem Privatanschluss anrufen? Nutzen Sie den privaten Internetanschluss auch zur beruflichen Recherche? Dann machen Sie die Kosten anteilig bei der Steuer geltend! Wenn Sie über Ihren privaten Anschluss auch beruflich kommunizieren, können Sie anteilige Kosten geltend machen. Dazu müssen Sie nicht jedes einzelne Gespräch aufzeichnen – Sie können pauschal bis zu 20 % der Rechnung (maximal 20 € pro Monat) pauschal ansetzen. Am besten lassen Sie vom Arbeitgeber bestätigen, dass die berufliche Kommunikation von zu Hause notwendig ist.
  • Arbeitsmittel: Ein zusätzliches Arbeitszimmer zu Hause abzusetzen ist seit einigen Jahren kaum noch möglich. Wenn Sie sich aber zu Hause eine Arbeitsecke eingerichtet haben, um dort für abends oder am Wochenende noch die ein oder andere Überstunde für Ihren Arbeitgeber zu machen, können Sie die Kosten für die Arbeitsmittel, die Sie dort brauchen, bei Ihren Werbungskosten geltend machen. Denken Sie zum Beispiel an: Quittungen für Fachbücher, Schreibzeug und Papier, Abo-Rechnungen, Fachzeitschriften, Online-Kurse etc., die Sie aus eigener Tasche bezahlt haben.

Es gibt auch zahlreiche Fahrten mit dem eigenen Auto, die mit Ihrer Berufstätigkeit zusammenhängen und die Sie ebenfalls bei der Steuer geltend machen können, wenn der Arbeitgeber sie nicht erstattet. Häufig bei der Steuer vergessen werden beispielsweise:

  • Fahrten zu Vorstellungsgesprächen: Haben Sie sich im Laufe des Jahres bei einem anderen Arbeitgeber beworben und sind zu einem Vorstellungsgespräch angereist? Wenn die Fahrtkosten dafür nicht erstattet wurden, können Sie die Ausgaben bei der Steuer als Werbungskosten geltend machen. Tipp: Hat der mögliche Arbeitgeber nur einen Teil Ihrer Ausgaben erstattet, machen Sie die darüber hinausgehenden Kosten geltend.
  • Beschaffung und Fortbildung: Unternehmen Sie Fahrten, um sich Bücher oder Material zur beruflichen Fortbildung zu beschaffen? Auch diese Fahrtkosten können Sie bei der Steuer geltend machen. Denken Sie auch an die Fahrten zu Seminaren oder Fortbildungen, die dem Beruf oder der Weiterbildung dienen, aber vom Arbeitgeber nicht erstattet werden.

Es lohnt sich meist, über das Jahr hinweg ein kleines Notizheft als Fahrtenbuch zu führen. Darin notieren Sie alle Fahrten mit Kilometer-Angaben, die Sie beruflich bei den Werbungskosten absetzen können. Über das ganze Jahr gerechnet, kommt hier oft eine ansehnliche Summe zusammen. Zur Erinnerung: Sie können 0,30 € pauschal pro gefahrenen Kilometer geltend machen, wenn Sie mit dem eigenen Auto unterwegs waren. Bei Fahrten mit Bus, Bahn oder Flugzeug die tatsächlichen Ticketpreise.

Beachten Sie aber: Die regelmäßigen Fahrten von zu Hause zur Arbeitsstelle gehören nicht zu den Werbungskosten. Diese Fahrten werden mit den Entfernungskilometern im Rahmen der Pendlerpauschale berücksichtigt.

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