Garantiezins: Lohnt es sich jetzt noch einen neuen Vertrag abzuschließen?

Senkung für Lebens- und Rentenversicherungen ab 1.1.2015

Der Garantiezins in der Lebens- und Rentenversicherung wird zum 1. Januar 2015 gesenkt. Allerdings gilt die Neuregelung nur für Neuabschlüsse. Altverträge behalten die vertraglich zugesagten Garantien. Der sogenannte Höchstrechnungszins gilt auch für Betriebs-, Riester- und Rürup-Renten.

Aufgrund des sinkenden Zinsniveaus an den Kapitalmärkten wurde der Höchstrechnungszins für Lebensversicherungen in den letzten Jahren sukzessive gesenkt. Zum 1. Januar 2015 wird der Garantiezins von 1,75 % p.a. auf historisch niedrige 1,25 % p.a. reduziert.

Die Höhe des Höchstrechnungszinses orientiert sich an der durchschnittlichen Umlaufrendite zehnjähriger Staatsanleihen im Euroraum. Dabei gilt, dass der Zinssatz maximal 60 Prozent dieser durchschnittlichen Rendite ausmachen darf. Letztlich wird der Zinssatz per Verordnung vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) festgelegt.

Der Höchstzins soll gewährleisten, dass die Versicherungen ihren langfristigen Verpflichtungen auch nachkommen können. Andernfalls würde aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks ein Wettlauf um den höchsten Garantiezins stattfinden, der die Unternehmen überfordern könnte. Da vor allem die kleineren und kapitalschwächeren Gesellschaften Probleme haben, den Verpflichtungen nachzukommen, hat die Bundesregierung die Garantiezinsabsenkung zum 1. Januar 2015 auf 1,25% p.a. beschlossen.

Auswirkungen der Garantiezinssenkung auf Versicherungen

Durch die Absenkung des Garantiezinses reduzieren sich vor allem die garantierten Leistungen in der Altersvorsorge. Der Effekt tritt insbesondere bei Verträgen mit langen Laufzeiten auf. Auch der sogenannte garantierte Rentenfaktor für fondsgebundene Policen, sinkt. Im Bereich der Risikoabsicherung hat die Zinssenkung zur Folge, dass die Beiträge steigen werden.

Welche Anlageprodukte nutzen die Deutschen?

blog_visual_V01

Trotz Zinssenkung bleibt Verzinsung von Rentenversicherungen attraktiv

Der Höchstrechnungszins bei Lebens- und Rentenversicherungen ist der gesetzlich geregelte Wert, mit dem der Sparanteil des Beitrags bis zum Vertragende garantiert verzinst wird. Hinzu kommt die Beteiligung an den Erträgen des Anbieters. Diese sogenannte Überschussbeteiligung wird jedes Jahr neu ermittelt. In Summe bieten klassische Rentenversicherungen im Vergleich zu anderen Anlageformen trotz der extremen Niedrigzinsphase eine attraktive Gesamtverzinsung.

 

Schreibe einen Kommentar