Eine gute und eine schlechte Nachricht für Ihre Flugbuchung

Sie buchen einen Flug?
Neues Urteil gibt mehr Sicherheit bei der Preisangabe

Eine gute Nachricht, wenn Sie für Ihren Urlaub gern die Flugsuche im Internet vornehmen:

Die Airlines müssen bei der Onlinebuchung jetzt den Endpreis unübersehbar angeben. Das hat der Europäische Gerichtshof nun klargestellt und die Klage einer Fluggesellschaft zurückgewiesen. Was Sie für das Flugticket zahlen müssen, darf nicht versteckt sein.

Eine gute und eine schlechte Nachricht für Ihre Flugbuchung

Eine gute und eine schlechte Nachricht für Ihre Flugbuchung / Bild: iStock

Früher kam es immer wieder vor, dass Fluggesellschaften bei der Onlinebuchung mit billigen Ticketpreisen zur Buchung verleitet haben. Doch dann kamen versteckte Steuern und Gebühren hinzu, die das Ticket schließlich erheblich teurer gemacht haben. Mit dieser Praxis ist jetzt zumindest bei Onlinebuchungen innerhalb der Europäischen Union Schluss.

Dennoch gibt es auch eine schlechte Nachricht:

 

Warum Sie auch nach diesem Urteil immer ganz genau hinschauen sollten

Auch nach dem Urteil sollten Sie immer sehr genau hinschauen, wenn Sie im Internet Reisen oder Flüge buchen. Denn nicht alle Internetportale halten sich an die Regeln. Verbraucherschützer berichten immer wieder darüber, dass Buchungs- und Vergleichsseiten im Internet die Preise verschleiern und am Schluss mehr verlangen oder dem Kunden Zusatzleistungen teuer verkaufen, die er gar nicht haben wollte. Entsprechende Regelungen und Urteile werden dabei einfach von manchen Anbietern ignoriert. Hier sind einige der typischen Kostenfallen, die auch nach dem aktuellen Urteil noch bei der Buchung im Internet lauern.

Falle 1: Plötzlicher Preisanstieg bei Kreditkarte

Aktuell berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ beispielsweise von einer Flugbuchung der Flugstrecke Köln/Bonn – Berlin bei einem bekannten Internet-Portal. Preis 66 € ohne Gepäck. Klickt der Reisende dann weiter, gibt seine Personendaten ein und will per Kreditkarte bezahlen, erhöht sich der Preis sofort auf 107,55 €. Das sind 49,98 € „Service-Fee“ für die Zahlung per Karte.

Falle 2: Die Tricks mit der Rücktrittsversicherung

Immer wieder kommt es auch vor, dass Kunden bei der Buchung von Flügen und Reisen versehentlich eine umfangreiche Reiserücktrittsversicherung buchen. Berüchtigt sind die beiden folgenden Tricks:

  • Bei der Buchung der Reise ist ein „Ja“ für den Abschluss einer Versicherung schon vorab angekreuzt. Wer nicht genau hinschaut oder es eilig hat, kann das übersehen und ungewollt eine Versicherung abschließen.
  • Oder der Kunde möchte zwar eine Rücktrittsversicherung. Bei der Flugbuchung klickt er auch die entsprechende Option an – in der Bestätigung steht dann aber versteckt, dass es sich nicht nur um eine einmalige Versicherung für die gebuchte Reise handelt, sondern um eine langfristige Versicherung, die sich automatisch jährlich verlängert und für die dann immer wieder Prämien abgebucht werden.

Egal also, ob Sie mit einer klassischen Airline wie Lufthansa, British Airways oder KLM reisen oder aber lieber auf Billigflüge von Ryan Air, Easyjet oder Germanwings setzen: weiterhin gilt, wachsam zu sein und genau hinzuschauen, bevor Sie den finalen Klick auf den Kauf-Button vornehmen. Sonst ist der Ärger vorprogrammiert, noch ehe Sie als Passagier Ihre Bordkarte in der Hand halten

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