Finger weg von meinem Fahrrad!

Immer mehr Fahrraddiebe machen Jagd auf wertvolle Zweiräder

Endlich wieder gutes Wetter – endlich wieder mit dem Rad zur Arbeit oder zur Eisdiele! Doch Vorsicht: Der Spaß am Radeln nimmt immer häufiger ein jähes Ende, weil immer mehr Langfinger am Werk sind. Die Zahl der Fahrraddiebstähle nimmt stark zu:

Nach den aktuellen Statistiken für das Jahr 2014 werden in Deutschland an jedem einzelnen Tag 930 Räder gestohlen. Das sind 62 mehr als noch im Jahr zuvor. Aufs Jahr gerechnet, sind das 339.760 Diebstähle. Die tatsächliche Zahl ist vermutlich noch erheblich höher, weil viele Betroffene gar nicht erst zur Polizei gehen. Denn die Chance, dass der Täter gefasst wird und das Rad zurückkommt, ist gering. Nicht einmal jeder zehnte Raddiebstahl wird aufgeklärt.

So schützen Sie Ihr Fahrrad – hier sind die wichtigsten Tipps

  • Befestigen Sie Ihr Zweirad mit einem guten Schloss grundsätzlich an einem fest verankerten Gegenstand – etwa an einem Zaun oder einem Fahrradständer. Räder, die nicht an einen Gegenstand gekettet sind, werden von Dieben einfach samt Schloss in einen Transporter geladen. Das Schloss wird dann später mit professionellem Werkzeug geöffnet.
  • Wählen Sie ein langes Schloss oder gleich zwei, um nicht nur den Rahmen, sondern auch Vorder- und Hinterräder mit anzuketten. Diebe nehmen auch gern die einzelnen Räder mit – besonders dann, wenn sie mit einem Schnellspanner leicht abzubauen sind.
  • Dünne Kabelschlösser sind mit einem Bolzenschneider oft in Sekunden durchtrennt. Investieren Sie besser in etwas Solides – beispielsweise in ein Panzerkabelschloss. Das ist zwar schwerer, bietet aber auch mehr Schutz.

  • Machen Sie sich jedoch klar: Kein Schloss bietet 100%igen Schutz. Professionelle Fahrraddiebe kennen die handelsüblichen Modelle und wissen oft, wie sie schnell zu öffnen sind. Deshalb:
  • Lassen Sie Ihr Rad am besten so selten wie möglich unbeaufsichtigt auf der Straße stehen. Nehmen Sie es mit ins gesicherte Haus oder in den Keller, wenn möglich.
  • Was aber tun, wenn kein Fahrradkeller oder sonstiger gesicherter Raum im Haus vorhanden ist? Viele Besitzer gerade von teuren Mountainbikes oder Rennrädern nehmen ihr gutes Stück dann einfach mit in die Wohnung. Das führt leicht zu Ärger mit dem Vermietern. Der kann die Mitnahme zwar nicht grundsätzlich verbieten, wenn kein anderer sicherer Raum vorhanden ist – jedoch könnte er berechtigt Reinigungs- oder Renovierungskosten einfordern, wenn das Treppenhaus oder Wände durch die Fahrradmitnahme verschmutzt werden. Machen Sie das Rad also sauber und tragen Sie es vorsichtig in die Wohnung, wenn es keinen anderen Platz dafür gibt, um unnötigen Ärger zu vermeiden.
  • Lassen Sie Ihr Rad codieren. Dazu wird eine Buchstaben- und Zahlenfolge in den Rahmen eingraviert, die eine eindeutige Identifizierung des Rads ermöglicht. Das kann nicht nur die Aufklärung erleichtern, es schreckt auch so manchen Dieb ab, der den zusätzlichen Aufwand und Risiken scheut.

 

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