Fahrtkosten absetzen – jeder Kilometer bringt bares Geld

Wie Sie in Ihrer Steuererklärung 2015 möglichst viel absetzen

Fahrtkosten absetzen / Bild: iStock

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Sprit, Reparatur, Wartung – das eigene Auto geht ganz schön ins Geld. Doch zumindest einen Teil davon können Sie sich wiederholen: Bei der jährlichen Steuererklärung können Sie einige Fahrtkosten, die im Zusammenhang mit Ihrem Beruf stehen, steuerlich geltend machen. Welche Fahrten das sind und wie Sie im Laufe des Jahres richtig vorgehen, damit Sie die Kosten bei der Steuererklärung 2015 absetzen können, zeigen Ihnen die folgenden Tipps:

Die Pendlerpauschale – der Steuer-Spar-Klassiker mit Falle

Das ist häufig der wichtigste Teil der Fahrtkosten, die Sie in der Steuererklärung geltend machen: die Pendlerpauschale von 0,30 € pro Kilometer für die Fahrt von der Wohnung zur Arbeitsstätte. Für jeden Arbeitstag – also etwa 200 pro Jahr – können Sie allerdings nicht alle tatsächlich gefahrenen Kilometer absetzen. Der Fiskus akzeptiert nur die Entfernungskilometer, also die einfache Strecke. Das heißt: Wenn Sie morgens 12 km zur Arbeit fahren und abends wieder 12 km zurück, können Sie nicht etwa 24 km, sondern lediglich 12 km pro Arbeitstag bei der Pendlerpauschale geltend machen. In Anlage N der Steuererklärung tragen Sie Ihren Wert ein: Entfernungskilometer und Anzahl der Tage, an denen Sie zur Arbeitsstätte gefahren sind.

Die Gefahr: Die Finanzämter überprüfen immer wieder, ob tatsächlich die kürzeste Strecke angesetzt wurde. Das ist mit Routenplanern ja schnell und einfach möglich. Die Beamten wollen verhindern, dass die Steuerzahler heimlich für jeden Tag ein paar Kilometer zu viel ansetzen und so aufs Jahr gerechnet auf eine hübsche Ersparnis zusätzlich kommen. Doch das bringt schnell Ärger: Wählen Sie etwa für Ihre regelmäßige Fahrt zur Arbeit eine längere Strecke, weil auf der kürzesten sich immer wieder viel Stau bildet oder eine Menge Ampeln sind, kann es schnell passieren, dass das Finanzamt die zusätzlichen Kilometer bei der Pendlerpauschale nicht anerkennt.

Tipp: Wenn Sie eine längere Strecke fahren, begründen Sie die zusätzlichen Kilometer stichhaltig. Halten Sie beispielsweise fest, wie viel Zeit die längere Strecke gegenüber der rechnerisch kürzeren spart.

Meistens geht auch mehr

Viele Steuerzahler setzen nur die Entfernungspauschale ab und lassen sich dadurch wertvolle Steuer-Spar-Vorteile bei den Fahrtkosten entgehen. Denn häufig geht hier deutlich mehr. Zum Beispiel diese Fahrten können Sie selbst in der Steuererklärung absetzen:

  • Dienstliche Fahrten, die der Arbeitgeber nicht erstattet. Das kommt immer wieder vor: Sie erledigen schnell etwas für Ihren Arbeitgeber oder besuchen einen Kunden mit Ihrem Privatwagen. Ihre Kosten für solche Fahrten können Sie in der Steuererklärung geltend machen. Voraussetzung: Der Arbeitgeber erstattet diese Fahrtkosten nicht.
  • Fahrten zu Bewerbungsgesprächen: Haben Sie sich um einen neuen Job beworben und werden die Fahrtkosten nicht von dem Unternehmen übernommen, können Sie diese geltend machen.
  • Haben Sie sich beruflich weitergebildet und sind mit dem Privatwagen zu einem Seminar oder einer Weiterbildung gefahren? Auch diese Fahrtkosten können Sie geltend machen, wenn sie nicht vom Arbeitgeber erstattet wurden.

Wichtig: Sammeln Sie während des Jahres die Belege, mit denen Sie nachweisen können, dass Sie solche beruflich veranlassten Fahrten hatten. Dazu reicht etwa ein Büchlein, in dem Sie diese Fahrten mit den jeweils gefahrenen Kilometern und dem Anlass aufzeichnen. Bewahren Sie dazu die jeweiligen Nachweise auf, beispielsweise die Bestätigung über die Seminarteilnahme, wenn Sie die Fahrtkosten im Zusammenhang mit einer beruflichen Fortbildung geltend machen.

 

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