ETFs als Anlagemöglichkeit

Informieren Sie sich über die Anlagemöglichkeit mit ETFs*

Alles über die Exchange Traded Funds

ETFs sind in aller Munde. In letzter Zeit werden sie zunehmend bekannter und auch vermehrt als Anlagemöglichkeit genutzt. Nicht zuletzt liegt das an ihrer relativ unkomplizierten Handhabe und der hohen Liquidität, die man ihnen zuschreibt. Aber was sind ETFs eigentlich genau? Wie funktioniert der Handel und welche Vor- sowie Nachteile bringen ETFs als Anlagemöglichkeit mit sich?

Was sind ETFs?

ETF, das ist die Abkürzung für Exchange Traded Funds. Diese verfolgen eine sogenannte passive Anlagestrategie: Sie bilden die Wertentwicklung einzelner Indizes nach. Man spricht in diesem Zusammenhang von Tracking. Anleger erhalten die Gesamtrendite des jeweiligen Index nach Abzug laufender Kosten.

Beispiele für nachgebildete Indizes:

  • DAX
  • MDAX
  • MSCI World
  • EURO STOXX 50

Möglich ist damit eine Investition in

  • Aktien
  • Anleihen
  • Immobilien
  • Rohstoffe
  • Währungen
  • Geldmarkt

In der Praxis sieht das so aus: Wenn Sie beispielsweise einen DAX-ETF kaufen, erhalten Sie alle Werte, aus denen sich der DAX aktuell zusammensetzt. Ändert sich etwas an der Zusammensetzung des DAX, ändert sich ebenso die Zusammensetzung des erworbenen ETFs.

Wie können Sie ETFs kaufen und handeln?

Sie können ETFs über Ihr Online-Depot kaufen. Je nachdem, welchen ETF Sie kaufen möchten, geben Sie in Ihrem Orderbuch dessen ISIN (International Securities Identification Number) oder WKN (Wertpapierkennnummer) an. Daneben tragen Sie die Höhe des Betrags ein, den Sie investieren möchten. Wenn Sie die Order nun abschicken, kann diese an der Börse ausgeführt werden. Bei einem Verkauf verfahren Sie nach dem gleichen Schema. Das Geld wird Ihnen in der Regel innerhalb weniger Tage auf Ihr Girokonto überwiesen.

So handeln Sie mit ETFs:

  • ISIN oder WKN des Indexfonds im Orderbuch eintragen
  • Geldbetrag, Anzahl der Anteile oder Verkaufsvolumen angeben
  • Order abschicken

Welche Kosten fallen beim Kauf von ETFs an?

ETFs können eine lukrative Anlagemöglichkeit sein. Für den Kauf und Verkauf von Indexfonds müssen Sie allerdings eine bestimmte Höhe an Ordergebühren einkalkulieren. Diese unterscheiden sich, je nachdem, bei welcher Bank Sie Ihr Depot führen. Manche Kreditinstitute berechnen einen Pauschalbetrag pro Order. Bei anderen setzen sich die Kosten für den Handel aus einer Grundgebühr und einem prozentualen Anteil am Ordervolumen zusammen.

Haltedauer von Indexfonds

Wenn Sie sich für ETFs als Anlagemöglichkeit entscheiden, sollten Sie mit Wertschwankungen rechnen. Grundsätzlich haben Sie bei der Investition in Wertpapiere immer das Risiko von Kursschwankungen. Wenn die Kurse steigen, profitieren Sie von einer unterschiedlich hohen Rendite. Die Kurse können aber immer auch fallen. Dann müssen Sie mit Verlusten (im schlimmsten Fall mit einem Totalverlust) rechnen. Erwarten Sie kein weiteres Kurswachstum, können Sie die Fonds jederzeit verkaufen. Dasselbe gilt, wenn Sie mit den ETFs einen zufriedenstellenden Gewinn erzielt haben. Beachten Sie hier den Unterschied zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Indexfonds:

  • Ausschüttende Fonds: Bei einer Geldanlage dieser Form werden Ihnen Teile der Gewinne regelmäßig ausgezahlt.
  • Thesaurierende Fonds: Legen Erträge direkt wieder neu an, d.h. die Gewinne werden nicht ausgezahlt.

Wie lange Sie einen Indexfonds besparen, hängt übrigens ganz von Ihnen ab. ETFs sind eine Anlagemöglichkeit, in die Sie regelmäßig investieren können. Das funktioniert in Form eines Sparplans. Ganz wie Sie möchten, können Sie regelmäßig (monatlich, quartalsweise oder jährlich) einen Betrag Ihrer Wahl einzahlen.

ETFs: Entdecken Sie die Trend-Anlage**

Was sind die Kennzeichen von ETFs als Anlagemöglichkeit?

ETFs als Anlagemöglichkeit werden immer bekannter und zunehmend genutzt. Hier haben wir für Sie die Vor- und Nachteile übersichtlich zusammengestellt:

Die Vorteile von ETFs als Anlagemöglichkeit:

  • Geringe Gebühren: Wenn Sie ETFs kaufen, sind die zu zahlenden Gebühren relativ gering. Im Vergleich zum Handel mit anderen Fonds fällt beispielsweise kein Ausgabeaufschlag an. Weil beim Handel mit ETFs kein Fondsmanager benötigt wird, ist auch die Verwaltungsgebühr entsprechend geringer. Einkalkulieren müssen Sie also die Ordergebühren und eine geringe Verwaltungsgebühr.
  • Hohe Transparenz: Nicht nur die Gebührenstruktur, ebenso die ETFs selbst zeichnen sich durch ein hohes Maß an Transparenz aus. Sie bilden einen Index nach. Als Anleger können Sie so ganz genau sehen, in welche Wertpapiere Sie investieren.
  • Risikostreuung: Weil Sie mit ETFs nicht in ein einzelnes, sondern in verschiedene Wertpapiere investieren, streuen Sie das Risiko. Verluste in einem Bereich können möglicherweise durch Gewinne in einem anderen Bereich ausgeglichen werden.

Die Nachteile von ETFs als Anlagemöglichkeit:

  • Verlustrisiko: Mit dem Kauf von ETFs investieren Sie in Wertpapiere. Dabei sind immer auch fallende Kurse möglich, die möglicherweise Verluste nach sich ziehen.
  • Geringere Flexibilität: ETFs sind passiv gemanagte Indexfonds, die Indizes nachbilden. Das heißt, dass die Zusammenstellung der Werte feststeht. Wenn Sie sich ein Portfolio mit individuell ausgesuchten Wertpapieren zusammenstellen möchten, sollten Sie sich für andere Anlagemöglichkeiten entscheiden.

*Bild 1: SFIO CRACHO/Shutterstock
**Bild 2: SFIO CRACHO/Shutterstock

Schreibe einen Kommentar