Eigenheimförderung – Neuer Zuschuss für Ihre eigenen 4 Wände

Wie Sie schon bald wieder Geld vom Staat bekommen könnten, wenn Sie ein Haus bauen – das sind die Pläne für die neue Eigenheimförderung

Die eigenen vier Wände / Bild: iStock

Die eigenen vier Wände / Bild: iStock

 

Träumen auch Sie schon lange von den eigenen vier Wänden, aber das Geld reicht noch nicht ganz? Dann gibt es jetzt vielleicht schon bald eine gute Nachricht:

Vater Staat gibt Ihnen einen Zuschuss – und zwar bis zu 20.000 €.

Das zumindest ist der Plan, den Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat. Gefördert werden sollen Familien mit Kindern und einem Jahreseinkommen bis zu 70.000 €. Häufiges Hindernis beim Immobilienkauf ist das Eigenkapital. Finanzierungsexperten empfehlen, mindestens 20 % des Kaufpreises über vorhandenes Eigenkapital und maximal 80 % über Kredite zu finanzieren. Dieses Eigenkapital aufzubringen oder anzusparen ist für junge Familien oft schwierig. Genau an diesem Punkt soll die geplante neue Eigenheimförderung greifen:

Bis zu 20.000 € sollen als Zuschuss das Eigenkapital ergänzen. Nach dem jetzigen Vorschlag sollen nur Familien das Geld bekommen, und zwar in dieser Höhe:

  • 8.000 € pro Familie mit einem Kind,
  • weitere 6.000 € für ein zweites Kind,
  • weitere 6.000 € für ein drittes Kind.

Voraussetzungen für die neue Eigenheimförderung:

  • Die Immobilie, die damit finanziert wird, soll selbst genutzt werden. Es soll also keine Förderung für Immobilien geben, die zur Geldanlage angeschafft und vermietet werden.
  • Gefördert werden sollen nur Familien, die nicht zu den Besserverdienenden gehören. In den Genuss des Zuschusses sollen deshalb nur Familien kommen, die über ein Jahreseinkommen von maximal 70.000 € verfügen.

Möglicherweise kommen weitere Einschränkungen hinzu:

  • Den Zuschuss sollen nur Familien bekommen, die in Ballungsgebieten leben, wo die Immobilienpreise besonders hoch sind.
  • Möglicherweise wird die Eigenheimförderung aus einem begrenzten Topf ausgezahlt, sodass kein Rechtsanspruch besteht und nur eine begrenzte Zahl von Familien davon profitieren wird.

Parallel zu diesem geplanten Eigenheimzuschuss hat die CDU die Wiedereinführung des Baukindergeldes vorgeschlagen. Der ein oder andere wird sich noch daran erinnern: Dieses zusätzliche Kindergeld gab es bis zur Abschaffung der Eigenheimzulage 2006. Damals konnten Familien zur Förderung des Wohneigentums pro Kind 800 € bei der Steuer geltend machen.

Bis jetzt handelt es sich bei beiden Vorschlägen nur um Pläne. Was genau in welcher Form kommt, steht noch nicht fest. Beobachter und Kommentatoren erwarten jedoch, dass eine neue Eigenheimförderung noch vor der nächsten Bundestagswahl kommen könnte, weil die beiden Regierungsparteien dafür sind.

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