Dividenden-Fonds: Warmer Regen für Einsteiger

Rekordausschüttungen und niedrige Zinsen machen Dividenden interessanter

„Wie kann ich mein Geld möglichst zuverlässig vermehren?“ – Diese Frage stellen sich Anleger in Zeiten niedriger Zinsen immer häufiger. Die Zinsen auf Tagesgeldkonten und festverzinsliche Wertpapiere sind dauerhaft auf niedrigem Niveau. Die Antwort lautet immer wieder: Dividenden-Fonds.

Für Einsteiger: Das sind Dividenden

Als Dividende bezeichnet man den Gewinn einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionäre ausgezahlt wird. Nicht jede Aktiengesellschaft schüttet Dividenden an die Aktionäre aus. Denn keine Aktiengesellschaft ist dazu verpflichtet, überhaupt Gewinne an die Aktionäre auszuschütten. So kann ein Unternehmen grundsätzlich darauf verzichten oder die Dividende nach einem schlechten Geschäftsjahr auf null setzen. Die Höhe ist unterschiedlich und wird von Jahr zu Jahr neu festgelegt. In Deutschland bekommen die Aktionäre diese Ausschüttungen meist im April und Mai – also nach den Hauptversammlungen, bei denen die Höhe beschlossen wird. Nur wer an diesem Tag Aktionär des Unternehmens ist, hat ein Anrecht auf diesen warmen Regen.

Dividenden erleben zurzeit so etwas wie einen Boom. Viele Unternehmen erhöhen die Ausschüttungen, um Aktionäre anzuziehen und damit den Kurs der Aktie möglichst weiter zu erhöhen. Die Zahlen sind beeindrucken:

  • Im vergangenen Jahr gab es einen neuen Rekord: Die deutschen Unternehmen schütteten insgesamt 35 Milliarden Euro an ihre Aktionäre. 28 Milliarden davon allein die 30 DAX-Unternehmen.
  • Weltweit flossen im vergangenen Jahr 1,03 Billionen Dollar Dividenden an die Aktionäre. Auch das ist eine Rekordsumme, die nach aktuellen Schätzungen bei der Endabrechnung 2014 noch einmal übertroffen werden soll.


Der Grund für den Boom:
Der durchschnittliche Gewinn durch Dividenden ist im Moment höher als die Festgeld-Zinsen. Die Rendite durch Dividenden liegt bei den Aktien aus dem Weltindex MSCI derzeit bei 2,5 %. Und das ist nur der Durchschnitt. Zahlreiche Aktienunternehmen zahlen höhere Dividenden und schütten überdurchschnittlich hohe Beträge aus.

Auf solche Unternehmen konzentrieren sich Dividenden-Fonds: auf Aktiengesellschaften, die hohe Dividenden im Bereich von 3 bis 5 % ihres Aktienwertes ausschütten.

Damit sind Dividenden-Fonds eine interessante Alternative für Anleger, die nicht genügend Zeit haben, selbst die richtigen Dividenden-Aktien auszuwählen, oder sich die Auswahl nicht zutrauen. Denn die richtige Aktie zu finden ist nicht immer ganz einfach:

Allein auf hohe Dividendenversprechen zu schauen kann sich als Fehler erweisen. Denn wenn der Kurs einer Aktie wegen schlechter Geschäftszahlen stark fällt, können auch Dividenden die Verluste nicht mehr wettmachen. Das Studium der Bilanzen und der Geschäftsaussichten ist deshalb auch bei der Auswahl von Dividendenaktien entscheidend. Genau diese Arbeit nehmen die Dividenden-Fonds dem Anleger aber ab.

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