Die Kita-Streik-Falle

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Kinderbetreuung – Warum Sie auf jeden Fall an die Versicherung denken sollten

Warum Sie auf jeden Fall an die Versicherung denken sollten

Kita-Streik und kein Ende! Der Ausstand der Erzieherinnen und Erzieher geht in die dritte Woche und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Wenn auch Sie als Eltern betroffen sind, haben Sie vielleicht schon eine Notlösung für die Betreuung Ihrer Kinder getroffen oder Sie wechseln sich mit Kollegen, Freunden oder Nachbarn ab. Dann sollten Sie auf jeden Fall auch die Risiken kennen, die bei der Betreuung von Kindern bestehen, auch wenn diese nur aus Hilfsbereitschaft erfolgt:

Wer Kinder betreut – egal, ob professionell als Tagesmutter oder privat aus Gefälligkeit –, übernimmt die Aufsichtspflicht. Passiert dann etwas, weil diese Aufsichtspflicht verletzt wurde, kann die Betreuungsperson unter Umständen in Haftung genommen werden. Auch die private Aufsichtsperson, die ein Kind nur aus Gefälligkeit während des Kita-Streiks betreut, muss dafür sorgen, dass dem Kind nichts passiert – so wie auch professionelle Tageseltern.

Hier Beispiele, die das Risiko verdeutlichen:

  • Das Betreuungskind spielt im Garten mit einer morschen Schaukel und verletzt sich an dem defekten Spielgerät. Hier kann gegebenenfalls die Aufsichtsperson belangt werden, denn sie hätte sich davon überzeugen müssen, dass das Spielgerät unbedenklich ist.
  • Das Kind spielt auf der Straße vor dem Haus, wirft mit einem Stein nach einem Auto und verursacht so einen Unfall mit Sachschaden. Hier kann wiederum die Betreuungsperson belangt werden, wie sie das Kind hätte beaufsichtigen müssen.

Neben den schlimmen Gefahren für die Gesundheit des Kindes geht die Betreuungsperson also auch finanzielle Risiken ein. Denn es kann leicht passieren, dass die Versicherungen sich die Umstände eines Unfalls genau ansehen und bei Verletzungen der Aufsichtspflicht Geld zurückfordern.

Wie Sie die Risiken minimieren

Wenn Sie selbst jetzt während des Kita-Streiks häufiger Kinder von Kollegen, Freunden oder Verwandten beaufsichtigen, sollten Sie sich auf jeden Fall absichern. Schließlich kann niemand eine versehentliche Unachtsamkeit, die eine Verletzung der Aufsichtspflicht darstellen könnte, ganz ausschließen.

Der wichtigste Tipp deshalb: Mit einer Haftpflichtversicherung können Sie sich vor solchen Schäden absichern. Schließen Sie also, falls noch nicht geschehen, eine Haftpflichtversicherung ab. Aber damit ist es noch nicht getan:

Falls Sie – wie die meisten – bereits eine Haftpflichtversicherungspolice haben, prüfen Sie, ob mögliche Schäden bei der Betreuung fremder Kinder durch Ihre Police abgedeckt sind. Das ist nicht immer der Fall und für den Laien mitunter auch nicht sofort aus den Konditionen ersichtlich.

Wenn Sie jetzt beim Streik häufiger Kinder betreuen, rufen Sie also bei Ihrer Versicherung an, und fragen Sie, ob dies durch die Haftpflicht ausreichend abgedeckt ist. Falls nicht, erweitern Sie den Schutz, um Sicherheit zu gewinnen.

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