Die Finanzen von Studenten

Bereits als Student muss man für monatliche Lebenshaltungskosten selbstständig aufkommen, wenn nicht die Eltern das Studium finanzieren.

Die Finanzen von Studenten / Bild: zimmytws/Shutterstock

Die Finanzen von Studenten / Bild: zimmytws/Shutterstock

Die Kosten für Miete, Lebensmittel, Kleidung und Lehrbücher summieren sich schnell. Möglichkeiten der Studienfinanzierung gibt es viele, von Bafög über ein Darlehen bis hin zu Nebenjobs und Stipendien. Trotzdem kommt es nicht selten vor, dass das Geld ohne geregeltes Einkommen knapp wird. Wie Sie trotzdem gut über die Runden kommen und dabei den Überblick behalten, zeigen diese Finanztipps für Studenten.

Wie sollten Sie Ihre Finanzen als Student organisieren? – Clevere Finanztipps für Studenten

Das kostenlose Girokonto für Studenten

Selbst wenn sich die Finanzen von Studenten in der Regel auf noch keine hohen Summen belaufen – ein Girokonto ist unerlässlich, um laufende Forderungen zu zahlen und monatliche Geldeingänge (wie BAföG oder Einnahmen durch einen Nebenjob) verbuchen zu können. Verschiedene Kreditinstitute bieten hier ein spezielles Studentenkonto an, mit denen Sie Kosten sparen können, weil für ein solches keine Kontoführungsgebühren anfallen. Zudem gibt es bei Abschluss des Kontos eine Gutschrift sowie eine kostenlose Kreditkarte, mit der Sie zum Beispiel während eines Auslandssemesters sicher bargeldlos zahlen können.

Die Krankenversicherung für Studenten

Studenten haben bis zum 25. Lebensjahr die Möglichkeit, in der Familienversicherung mitversichert zu bleiben, ohne gesondert dafür zahlen zu müssen. Dabei ist es jedoch wichtig zu wissen, dass Sie dann eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten dürfen. Wenn Sie noch bei den Eltern mitversichert sind, dürfen Sie im Monat einen Nebenverdienst von 385 Euro nicht überschreiten.

Wer sich als Student selbst versichert, kann auf einen vergünstigten Studentenbeitrag zurückgreifen. Ein solcher ist zeitlich bis zum 14. Semester oder dem 30. Lebensjahr begrenzt.

Die Steuererklärung für Studenten

Studenten sind grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Für alle, die jedoch mit einem bezahlten Praktikum oder einem Ferienjob so viel verdienen, dass Ihnen Lohnsteuer abgezogen wird, kann sich das lohnen. Ob das der Fall ist, können Sie Ihrem Gehaltszettel entnehmen. Die Erklärung müssen Sie dann spätestens nach vier Jahren beim Finanzamt einreichen. Grundsätzlich können Sie mit der Steuererklärung alles absetzen, was mit dem Studium in Zusammenhang steht. Dazu gehören:

  • Studiengebühren
  • Lehrbücher
  • Arbeitsmaterialen wie Schreibtisch, Kopierpapier, Schreibwaren, Laptop, Drucker, Software etc.
  • Fahrten zur Universität wie Spritgeld oder Semesterticket
  • Kosten für Studienreisen wie Fahrtkosten oder Verpflegungskos-ten
  • Prüfungsgebühren

Das Tagesgeldkonto für Studenten

Finanztipps für Studenten / Bild: Nejron Photo/Shutterstock

Finanztipps für Studenten / Bild: Nejron Photo/Shutterstock

Auch wenn Sie noch jung sind, sollten Sie als Student schon jetzt für später vorsorgen. Das ist natürlich nicht ganz so einfach, weil während des Studiums selten hohe Summen übrig bleiben, die Sie monatlich ansparen können. Trotzdem sollten Sie daran denken, dass Sie BAföG oder sonstige Kredite wieder zurückzahlen müssen oder rechtzeitig für die Rentenzeit vorsorgen sollten. Ebenso kann es passieren, dass plötzlich ungeplante Kosten auf Sie zukommen, zum Beispiel, wenn das Auto kaputtgeht und in die Werkstatt muss, weil Sie dringend darauf angewiesen sind. In dem Fall ist ein Tagesgeldkonto eine Möglichkeit. Der Vorteil gegenüber dem Sparbuch liegt darin, dass Sie über das Vermögen auf dem Tagesgeldkonto jederzeit ohne Kündigungsfrist verfügen können.

Das Kindergeld für Studenten

Grundsätzlich können Eltern für ihre Kinder bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres Kindergeld beziehen, auch wenn diese bereits ein Studium aufgenommen haben. In diesem Fall fördert die Familienkasse im Schnitt mit 184 bis 215 Euro pro Monat.

Den Überblick über die Finanzen behalten

Nachdem alle Finanzen geregelt und damit planbar sind, sollten Sie die Einnahmen und Ausgaben kalkulieren, um auf diesem Weg heraus-zufinden, über welche monatliche Summe Sie frei verfügen können.

Zu den Einnahmen gehören:

  • Verdienste aus einem Nebenjob
  • BAföG-Zahlungen
  • Darlehenszahlungen
  • Stipendien
  • Finanzielle Zuschüsse von den Eltern
  • Kindergeld

Zu den Ausgaben gehören

  •  Miete und Nebenkosten
  • Aufwendungen für Lebensmittel
  • Versicherungen (Krankenversicherung, eventuell Haftpflichtversicherung o.ä.)
  • Auto oder sonstige Kosten für Verkehrsmittel
  • Ausgaben für Kleidung und Freizeit
  • Finanzielle Mittel für Notfälle oder zur Bildung von Rücklagen

Um den Überblick über sämtliche Finanzen als Student zu behalten, sollten Sie sich ein System anlegen. Denkbar sind ein Haushaltsbuch, eine Excel-Tabelle oder ein Budgetierungsprogramm. In einem solchen können Sie alle Ausgaben aufführen und diese anschließend von der Summe der Einnahmen abziehen. Als Ergebnis erhalten Sie einen Betrag, der Ihnen monatlich zur Verfügung steht.

Halten Sie sich an Ihr Budget

Wenn Sie wissen, über welche Summe Sie im Monat verfügen können, sollten Sie Ihren Lebensstil daran anpassen. Das bedeutet konkret: Setzen Sie sich ein Limit, dass Sie pro Woche ausgeben können und achten Sie darauf, dieses nicht zu überschreiten.

Vielleicht müssen Sie hinsichtlich Ihrer ersten Kalkulation Änderungen vornehmen, weil Sie einzelne Posten zu hoch oder zu niedrig angesetzt haben. Um die Kosten dann im Nachhinein zurückverfolgen zu können, sollten Sie alle Ausgaben und Einnahmen fortlaufend in Ihrem Kalkulationssystem festhalten und Quittungen über Ausgaben aufbewahren.

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