Depot mit ETFs zusammenstellen

* ETF: Das Trendprodukt am Geldanlage-Markt

Mit ETFs Depot clever zusammenstellen

Warum investieren Anleger in Wertpapiere? Natürlich weil sie sich davon die größtmögliche Rendite erhoffen. Jede Wertpapieranlage birgt aber immer das Risiko eines Verlustes. Eine erfolgreiche Anlagestrategie besteht demzufolge darin, den Gewinn hoch zu halten und das Risiko möglichst zu minimieren. Wer sein Depot mit ETFs (Exchange Traded Funds – börsengehandelte Fonds) clever zusammenstellt, kann das schaffen.

Geldanlagen für verschiedene Anlegertypen

Angenommen Sie besitzen 200 €, die Sie gerne in Wertpapiere investieren möchten. Nun ist es ja so, dass jedes Finanzprodukt etwas anders funktioniert. Kupfer ist beispielsweise eine sehr volatile Anlage, das heißt, sie unterliegt teilweise sehr starken Schwankungen. Mit der Investition in deutsche Staatsanleihen gibt es hingegen zum Beispiel keine so starken Schwankungen. Hier ist die Volatilität also eher gering, weshalb jene Anleihen auch eher zu den risikoarmen Produkten zählen. Solche haben allerdings gleichzeitig die Eigenschaft, dass sie bei geringerem Risiko eine geringere Rendite aufweisen.

Hier ein ganz einfaches Beispiel:
Wenn Sie heute 5.000 € in ein Finanzprodukt mit geringer Volatilität investieren, ist dieses am nächsten Tag also beispielsweise 5.000,25 € Wert. Es weist also folglich eine sehr geringe Schwankung auf, verspricht dafür aber auch eine geringere Rendite.

Andersherum ist es mit risikoreicheren Finanzprodukten. Diese weisen eine höhere Volatilität auf. In der Folge kann deren Wert innerhalb einer bestimmten Laufzeit stärker steigen, andererseits kann es aber in kurzer Zeit genauso stark fallen bis hin zum Totalverlust.. Das heißt, Sie besitzen mit solchen Produkten automatisch ein höheres Verlustrisiko.
Grundsätzlich gilt: Je höher das Risiko, das Sie als Anleger eingehen, desto größer kann die Chance auf eine höhere Rendite sein, die Sie letztlich erreichen.

Es kommt also darauf an, welcher Typ von Anleger Sie sind.

  • Bevorzugen Sie die risikoreiche Anlage mit hoher Volatilität, dafür gegebenenfalls aber höherer Rendite?
  • Legen Sie eher Wert auf eine sichere Anlage mit geringer Volatilität, das heißt weniger starken Schwankungen?

Die Portfoliotheorie nach Harry M. Markowitz

Die Portfoliotheorie nach dem amerikanischen Ökonom Harry M. Markowitz aus dem Jahr 1952 gab erstmals einen theoretischen Nachweis zwischen der Gewichtung einzelner Wertpapiere in einem Portfolio, der Rendite und dem Risiko. Ziel soll ein optimaler Mix aus Risiko und Rendite sein, der das Portfolio von Privatanlegern möglichst effizient macht. Dazu können Sie die Aufteilung von Aktien, Fonds und weiteren Wertpapieren frei wählen – ganz nach Risikofreudigkeit beziehungsweise Risikoaversion. Je mehr Sie in der Auswahl Ihrer Finanzprodukte variieren, desto breiter streuen Sie grundsätzlich das Risiko.

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Investition in ETFs – die Funktionsweise eines Sparplans

ETFs orientieren sich bei der Zusammenstellung an einem Index, beispielsweise dem DAX. Mit ihnen investieren Sie also gleichzeitig in verschiedene Anlageklassen oder Märkte. Wertschwankungen lassen sich grundsätzlich nicht ausschließen. Wenn Sie Ihr Depot allerdings mit ETFs zusammenstellen, können Sie das Risiko gegebenenfalls verringern, weil Sie nicht in ein einzelnes Wertpapier investieren, sondern gleichzeitig in mehrere unterschiedliche. Verluste eines Aktienfonds können möglicherweise durch Gewinne eines anderen ausgeglichen werden. Dabei gibt es verschiedene ETF-Arten, die sich auf unterschiedliche Vermögensklassen beziehen, wie beispielsweise:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Geldmarkt
  • Währungen
  • Rohstoffe
  • Immobilien

Für Ihr Depot gilt dann: Stellen Sie dieses aus ETFs sowie weiteren Wertpapieren zusammen, um eine größtmögliche Anlagenvielfalt zu erhalten und auf diese Weise Ihr Risiko zu streuen. Insgesamt setzt sich Ihr Portfolio dann aus einem Mix an Anlageklassen zusammen, in die Sie mit unterschiedlicher Gewichtung investieren (in Prozent). Sie können entweder einen ETF kaufen oder Ihr Portfolio mit ETFs individuell zusammenstellen. Neben ETFs können Sie in Aktien, Anleihen oder beispielsweise Edelmetalle investieren. Zudem haben Sie die Möglichkeit, mit einem ETF-Sparplan regelmäßig in die Indexfonds zu investieren. Die Funktionsweise eines ETF-Sparplans ist eigentlich relativ einfach: Sie stellen Ihr Depot mit ETFs zusammen und legen einen bestimmten Betrag (in der Regel ab 50 € pro Monat) fest, mit welchem Sie regelmäßig in ETFs investieren. Beliebte ETFs sind beispielsweise:

  • MSCI World
  • STOXX Europe 600
  • DAX 30
  • MDAX TR
  • CORE DAX UCITS ETF (DE)

ETFs und andere Wertpapiere – Machen Sie mehr aus Ihrem Geld

Die Entscheidung liegt bei Ihnen: Sind Sie eher der risikofreudige Typ und investieren in volatile Aktien? Oder gehören Sie zu den sicherheitsorientierten Anlegern und bevorzugen Wertpapiere mit geringerer Volatilität? Was auch immer auf Ihre individuelle Situation zutrifft – mit Diversifikation stellen Sie die Anteile Ihres Portfolios je nach Gusto selbst zusammen. Durch einen bunten Mix und insbesondere ETFs können Sie das Risiko streuen und so gegebenenfalls verringern.

Bild 1 & 2: SFIO CRACHO/Shutterstock & Branislav Nenin/Shutterstock

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