Daran sollten werdende Eltern denken

Für werdende Eltern sind die Monate der Schwangerschaft eine aufregende Zeit – mit ihren Gedanken sind sie bei der Namensfindung oder der Einrichtung des Kinderzimmers. Aber auch finanziell muss bereits vorgedacht werden. Vom Antrag auf Elterngeld bis zum Wechsel der Steuerklasse – die finanzielle Unterstützung ist vielfältig.

Finanzielle Unterstützung – die Kosten für ein Kind senken

  • Elterngeld: Wird an Väter und Mütter für maximal 14 Monate gezahlt
  • Kindergeld: Wird mindestens bis zum 18. Lebensjahr des Kindes gezahlt
  • Steuerklasse: Wechsel in die Steuerklasse III oder IV kann für ein höheres Nettoeinkommen sorgen

Das Elterngeld

Das Elterngeld soll junge Familien bei der Bewältigung der Kosten für ein Kind unterstützen. Der Staat zahlt dies für 12 Monate an ein Elternteil, wenn die Betreuung alleine übernommen wird. Entschließen sich Vater und Mutter dazu, sich die Betreuung zu teilen, wird der Zahlungszeitraum auf 14 Monate erhöht.

Wie viel wird bezahlt

Die Höhe des Elterngeldes orientiert sich am durchschnittlichen monatlichen Einkommen des beziehenden Elternteils und liegt bei minimal 300 Euro und maximal 1800 Euro. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt auf der Seite familien-wegweiser.de einen Online-Rechner zur Verfügung, mit dem Sie die Höhe Ihres Elterngeldes ermitteln können.

Das Kindergeld

Mit dem Kindergeld unterstützt die Bundesregierung Familien mit Kindern und trägt damit zu ihrer finanziellen Entlastung bei. Das Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt. Es wird an die Erziehungsberechtigten seit 1975 bereits ab dem ersten Kind ausbezahlt. Gestaffelt wird dabei wie folgt:

  • Für das erste und zweite Kind: 184 Euro pro Monat
  • Für das dritte Kind: 190 Euro pro Monat
  • Für das vierte und jedes weitere Kind: 215 Euro pro Monat

Generell erhalten Eltern für jedes Kind bis zum 18. Lebensjahr diese staatliche Zahlung. Kindergeld gibt es jedoch grundsätzlich auch bis zum 21. Lebensjahr, wenn das Kind arbeitslos ist und bis zum 25. Lebensjahr, wenn das Kind in Ausbildung ist.

Der Wechsel der Steuerklasse

Wenn werdende Eltern schon frühzeitig wissen, welcher Erziehungsberechtigte Elterngeld beziehen wird, kann durch einen Wechsel der Steuerklasse die Höhe des Elterngeldes optimiert werden. Der rechtzeitige Wechsel von Steuerklasse V in die Klassen III oder IV kann das Nettoeinkommen erhöhen – durch die Ersparnis können weitere Kosten für das Kind gedeckt werden.

Fazit: Es lohnt sich, bereits vor der Geburt die finanziellen Verhältnisse zu klären. Achtung: Der Wechsel der Steuerklasse muss mindestens sieben Monate vor der Geburt des Kindes erfolgen, um anerkannt zu werden.

Tipp: Wie wäre es mit einem Tagesgeldsparplan für Ihr Kind? Beim Sparen kommt es weniger darauf an, große Beträge auf die Seite zu legen, als beharrlich zu sein. Fangen Sie so früh wie möglich mit dem Sparen an. Denn Zinsen und Zinseszinsen machen aus kleinen Beträgen größere Summen.

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