Carsharing: Vorteile nutzen – Kosten sparen

Informieren Sie sich über Carsharing / Bild: Zapp2Photo/Shutterstock

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Umwelt schonen & Steuern sparen

Sowohl Benzin- als auch Spritpreise werden immer teurer. Die Kfz-Steuer, die auf ein Auto zu zahlen ist, ist kein geringfügiger Betrag. Hinzu kommen mit dem Unterhalt eines Kraftfahrzeuges Kosten für Versicherung und Instandhaltung. Da scheint ein neuer Trend allen, die sich das nicht leisten können oder wollen doch gerade recht zu kommen: Carsharing. Was das genau ist und welche Vorteile es neben der Kostenersparnis mit sich bringt, lesen Sie im Folgenden.

Wie funktioniert Carsharing?

Carsharing meint die gemeinschaftliche Nutzung von Fahrzeugen, die von größeren Anbietern organisiert wird. Diese stellen ihren Kunden an öffentlichen Parkplätzen oder anderen zentralen Standorten in einer Stadt Fahrzeuge zur Verfügung. Bei Bedarf kann man diese per Smartphone reservieren und mit dem Handy öffnen.

Carsharing – welche Vorteile bringt es mit sich?

Der Trend des Carsharing ist insbesondere in Großstädten verbreitet. Etwa jeder zehnte Autofahrer verzichtet dort auf die Anschaffung eines eigenen Pkws und nutzt stattdessen die Vorteile des Carsharings.

  • Kostenersparnis: Mit dem Carsharing entfallen die hohen Anschaffungskosten eines Kraftfahrzeugs. Der Kunde zahlt nur, wenn er ein Auto benötigt. Die Kosten für TÜV, Autowäsche oder Inspektion trägt der Anbieter. Zahlen muss man ausschließlich die Fahrzeugnutzung sowie einen geringen Mitgliedsbeitrag. Auch Personen, die sich aus finanziellen Gründen kein eigenes Auto leisten können, haben mit dem Carsharing die Möglichkeit, mobil zu sein. Dabei haben Nutzer ebenso die Option, die Autos nur stundenweise zu buchen. In diesem Fall entfällt selbst der Mitgliedsbeitrag.
  • Effiziente Nutzung: Bei den meisten Autobesitzern steht das Auto die meiste Zeit über und wird die geringste Zeit tatsächlich gefahren. Trotzdem fallen dafür Fixkosten an. Das ist beim Carsharing anders: Die Autos werden effizient genutzt, bei gut ausgelasteten Anbietern ist ein Auto ständig unterwegs. Fixkosten, in der Regel sind das zwischen 150 und 500 Euro im Monat, entfallen, beziehungsweise werden auf viele Benutzer aufgeteilt. Carsharing-Agenturen verrechnen diese anteilsmäßig für gewöhnlich mit den Nutzungskosten.
  • Mobilität: Die Fahrzeuge sind auf verschiedene Stellplätze innerhalb der Stadt sowie außerhalb verteilt. Auf diese Weise lässt sich orts- und zeitunabhängig flexibel auf ein Fahrzeug zugreifen.
  • Alltagstauglichkeit: Mit dem Fuhrpark der Anbieter stehen Nutzern verschiedene Modelle zur Verfügung. Darunter befinden sich Kleinwägen ebenso wie Kombis, Transporter, Busse oder Anhänger. Für jeden Zweck ist so das passende Fahrzeug vorhanden.
  • Bequeme Nutzung: Wer ein Auto benötigt, kann ohne weiteres bequem darauf zugreifen. Lästige Dinge wie beispielsweise das Vereinbaren und Wahrnehmen von Terminen zur Wartung oder Reparatur übernimmt der Anbieter.
  • Komfort: Da die Fahrzeuge eines Anbieters in der Regel ständig in Gebrauch sind, geht mit ihnen teilweise ein hoher Verschleiß einher. Sie werden aus diesem Grund regelmäßig durch neue Fahrzeuge ersetzt. Die zu mietenden Autos sind deshalb stets auf dem neusten Stand der Technik.
  • Umwelt schonen: Je nachdem wie groß ein Anbieter ist, teilen sich im Schnitt zwischen 15 und 20 Personen ein Auto. Das sorgt zum einen dafür, dass weniger Stellplatz benötigt wird, was gerade in Innenstädten mit oft ohnehin angespannter Parkplatzsituation ein Vorteil ist. Zum anderen werden Autos mit dem Carsharing bewusster genutzt und zwar wirklich nur, wenn sie unbedingt gebraucht werden. Unterschiedliche Fahrzeugtypen lassen sich außerdem speziell den jeweiligen Nutzungsbedingungen anpassen. Das entspannt die Verkehrslage und die Umweltbelastung aufgrund von Lärm und Abgasen nimmt ab.
Sie möchten nicht auf Ihre Mobilität verzichten? / Bild: Scharfsinn/Shutterstock

Sie möchten nicht auf Ihre Mobilität verzichten? / Bild: Scharfsinn/Shutterstock

Carsharing in der Steuererklärung

Neben den oben genannten Carsharing-Vorteilen gibt es einen weiteren großen Pluspunkt: Der Staat unterstützt die umweltfreundliche Variante der Mobilität. So kann man bestimmte Kosten in Verbindung mit der beruflichen Nutzung des Carsharings in der Steuererklärung geltend machen. Die Voraussetzung dafür ist, dass man sämtliche Kosten belegen kann. Deshalb sollte man Tankstellenbelege, Parkplatzquittungen sowie Rechnungen des Carsharing-Anbieters immer gut sortiert aufbewahren.

  • Fahrten zum Kunden mit dem Wagen aus einem Carsharing-Pool können vom Arbeitnehmer beim Arbeitgeber eingereicht werden. Sie gelten als gewöhnliche Dienstreise und werden steuerfrei ersetzt.
  • Fahrten zur Arbeit und zurück nach Hause gelten auch mit einem Carsharing-Fahrzeug als private Fahrten und müssen daher selbst gezahlt werden. Tipp: Man kann aber eine Entfernungspauschale in der Höhe von 30 Cent pro Kilometer als Werbungskosten abrechnen.
  • Ebenso gibt es die Möglichkeit, sein eigenes Auto zu vermieten und den Wagen somit als privater Anbieter zu verleihen. Wichtig: Die Mieteinnahmen aus dem Auto-Verleih müssen in der Steuererklärung angegeben werden.

Lohnt sich Carsharing?

Carsharing lohnt sich in erster Linie für alle, die nur gelegentlich auf ein Fahrzeug angewiesen sind und Kosten sparen möchten. Als Nutzer kann man sich bei verschiedenen Agenturen registrieren und hat dann die Möglichkeit, die zur Verfügung stehenden Autos gegen einen monatlichen Mitgliedsbeitrag zu nutzen. Im Schnitt fallen dafür im Jahr rund 500 Euro an. Zum Vergleich: Die private Unterhaltung eines Kleinwagens kostet pro Monat schon 250 Euro inklusive Anschaffung, Versicherung, Instandhaltung, Steuer usw. Daneben lohnt sich Carsharing für alle, die gerne flexibel sind und für unterschiedliche Zwecke auf verschiedene Fahrzeugmodelle zurückgreifen müssen. Für die schnelle Fahrt zur Arbeit genügt dann beispielsweise ein Kleinwagen, während man für den Wochenendausflug mit der Familie auf einen Kombi zurückgreifen kann. Selbst ein Umzug ist mit den vorhandenen Transportern oder Anhängern einfach möglich.Des Weiteren lohnt sich Carsharing insofern, dass man mit der Fahrzeug-Nutzung keine weiteren Verpflichtungen eingeht. Es ist nicht notwendig, sich um Termine für Reparaturen oder Reifenwechsel zu kümmern. Das übernimmt der Anbieter. Außerdem sorgen Nutzer dafür, dass sich die Anzahl an Autos in Städten verringert und tragen damit einen entscheidenden Beitrag zur Umwelt bei.

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