Billigstrom kann teuer werden

Neue Welle von Strompreiserhöhungen: Was Sie wissen sollten, bevor Sie zu einem Billiganbieter wechseln

Bereits im Januar 2014 haben deutschlandweit mehr als 400 Anbieter ihre Tarife erhöht. Die nächste Welle soll jetzt im März und April folgen, wenn noch einmal rund 50 Anbieter mit Preiserhöhungen nachziehen.

Wenn auch Sie sich deshalb schon nach einem preiswerteren Stromlieferanten umgeschaut haben, sollten Sie vor der Unterschrift genau hinschauen. Immer wieder versuchen Billiganbieter, „mit List und Tücke Kasse zu machen“, so die Stiftung Warentest in einer aktuellen Warnung. Nur 2 von 49 Billig-Tarifen seien fair.

Häufige Tricks von Billiganbietern sind danach:

Einige Anbieter locken mit besonders günstigen Paketpreisen für den Strom. Doch hier können sich Fallen verbergen. Zum Beispiel: Wenn der Kunde mehr verbraucht als vereinbart, wird es plötzlich richtig teuer. Oder: Auch wenn der Kunde weniger verbraucht, muss der volle Paketpreis gezahlt werden. So ist die Ersparnis schnell wieder dahin.

Genau hinschauen sollten Sie auch bei der Laufzeit der vereinbarten Preise. Manch ein Anbieter ködert mit einem unschlagbar günstigen Preis. Doch der gilt dann mitunter nur für kurze Zeit. Danach wird es teuer – und der Kunde muss für den Strom wieder tief in die Tasche greifen, wenn er nicht rechtzeitig gekündigt hat.

Auch bei den Ankündigungen von Preiserhöhungen tricksen manche Anbieter, damit die Kunden nicht von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen. Die Stiftung Warentest berichtet von dem krassen Fall eines Stromanbieters, der seine Preiserhöhung von rund 33 % zwar schriftlich ankündigte – aber mit einem seitenlangen Text. Die eigentliche Nachricht von der Erhöhung war weit hinten nach einer Gewinnspiel-Einladung versteckt und mit der Absatz-Überschrift: „Wir haben unsere Einsparungen an Sie weitergegeben“ getarnt. Viele Kunden merkten erst bei der Schlussrechnung, dass die Preise kräftig gestiegen waren.

Wer sich einen Billiganbieter suchen will, sollte deshalb auf jeden Fall 3 Vorsichtsmaßnahmen treffen:

  • Rechnen Sie immer damit, dass ein Billiganbieter nach dem ersten Jahr die Preise anhebt. Behalten Sie deshalb die Kündigungsfrist im Auge.
  • Prüfen Sie das Kleingedruckte und alle Konditionen genau. Mitunter finden sich überraschende Regeln und Ausnahmen darin zu den Paketen und Boni.
  • Lesen Sie jede Mail des Anbieters genau durch, um zu vermeiden, dass Sie eine verstecke Nachricht übersehen!

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