Arbeitet Ihr Geld für Sie oder fürs Finanzamt?

Mit dem Freistellungsauftrag behalten Sie mehr für sich – Jetzt handeln!

Würden Sie gern ein Viertel Ihrer Geldanlagegewinne ans Finanzamt überweisen? Genau das riskiert, wer sich nicht mit dem Thema „Freistellungsauftrag“ auskennt. Lesen Sie hier, worum es geht und wie Sie Ihre Gewinne finanzamtssicher machen.

Hintergrund: Wenn Sie bei der Geldanlage Gewinne erzielen, möchte der Fiskus seinen Anteil daran haben. Wer beispielsweise ein Festgeldkonto hat und Zinsen für das dort angelegte Geld ausgezahlt bekommt, hat Kapitaleinkünfte, die versteuert werden müssen. Das Gleiche gilt für Gewinne mit Aktien oder Fonds: Wer Wertpapiere mit Gewinn verkauft, muss Steuern zahlen.

Jedoch werden diese Kapitaleinkünfte nicht zusammen mit Ihrem sonstigen Einkommen versteuert, sondern getrennt mit der Abgeltungsteuer. Sie beträgt 25 %. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer, sodass mehr als in Viertel an den Fiskus gehen kann, wenn Sie Geld für sich arbeiten lassen. Dabei haben Sie keinen Einfluss auf die Zahlung der Steuer. Denn die Banken sind dazu verpflichtet, die Steuer direkt an den Fiskus abzuführen.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Sie haben nämlich einen Freibetrag, bis zu dem Ihre Kapitaleinkünfte steuerfrei bleiben:

  • bis zu 801 € (bei Alleinstehenden und getrennt veranlagten Ehepartnern) bzw.
  • 1.602 € (bei Ehepaaren, die zusammen veranlagt sind)

Bis zu diesen Beträgen bleiben Ihre Gewinne oder Zinseinkünfte steuerfrei – die Rede ist hier oft vom Sparer-Pauschbetrag.

Doch Achtung! Die Abgeltungsteuer wird zwar automatisch ans Finanzamt abgeführt. Der steuerfreie Pauschbetrag von 801 bzw. 1.602 € wird nur berücksichtigt, wenn Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. Das ist ein Formular, auf dem Sie Ihrer Bank mitteilen, welchen Betrag Sie dort freistellen wollen.

Wenn Sie Ihr Geld beispielsweise nur in Konten und Depots bei der 1822direkt angelegt haben und sonst keine Kapitaleinkünfte erzielen, ist es sinnvoll, der 1822direkt einen Freistellungsauftrag über den kompletten Pauschbetrag auszustellen. Haben Sie auch bei anderen Banken noch Konten und Kapitaleinkünfte, können Sie den Maximalbetrag auf die unterschiedlichen Banken aufteilen. Wichtig ist nur: Zusammengerechnet dürfen die freigestellten Beträge niemals die 801 bzw. 1602 € überschreiten.

Die wichtigsten aktuellen Tipps zum Freistellungsauftrag

  • Haben Sie der 1822direkt schon Ihren Freistellungsauftrag erteilt? Denken Sie rechtzeitig vor dem 31.12. daran, wenn zum Beispiel wieder Zinsen vom Tagesgeldkonto fällig werden.
  • Sie können Ihren Freistellungsauftrag unbefristet erteilen! Dann gilt er auch für die folgenden Jahre. Und Sie müssen sich nicht jedes Jahr aufs Neue darum kümmern!
  • Wenn Sie Ihren Pauschbetrag aufgeteilt und unterschiedlichen Banken Freistellungsaufträge erteilt haben, sollten Sie jährlich prüfen, ob die Aufteilung noch optimal ist und den erwarteten Einkünften entspricht.

Im 1822direkt-Portal finden Sie das Formular zum Freistellungsauftrag als PDF-Datei unter dem Menü-Punkt Service -> Nützliche Formulare.

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