Anpassung der Typklassen: Jedes 6. Auto wird teurer in der Versicherung

Wie in jedem Jahr passt der GDV die KFZ Typklassen an

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, das letzte Quartal beginnt bald. Genau der richtige Zeitpunkt, um Ihre Autoversicherung zu prüfen. Die schlechte Nachricht ist: Ab 2016 wird die Versicherung für jedes 6. Auto in Deutschland teurer. Grund dafür sind die neuen Typklassen 2016, die von den Versicherungen alljährlich neu festgelegt und Ende August veröffentlicht werden.

Anpassung der Typklassen / Bild: iStock

Anpassung der Typklassen / Bild: iStock

Darum geht es bei den GDV Typklassen

Jeder, der im Straßenverkehr unterwegs ist, macht die Erfahrung, dass gewisse Autotypen eher für Unfälle oder Schäden anfällig sind. Rasante Sportwagen oder Modelle, die bei Fahranfängern beliebt sind, werden – statistisch gesehen – häufiger in Unfälle verwickelt als beispielsweise Oldtimer, die nur selten bewegt werden.

Deshalb teilen die Versicherer alle Autos nach Typklassen ein und erstellen ein sogenanntes Typklassenverzeichnis. Je häufiger ein Fahrzeugmodell in den Unfall- und Schadensstatistiken auftaucht, desto höher die Typklasse und desto teurer die Versicherung.

In diesem Jahr wurde bei der Haftpflicht etwa ein Drittel aller Fahrzeugtypen umgestuft:

  • Für jedes 6. aller zugelassenen Fahrzeuge hat sich bei der Haftpflicht die Schadensklasse verschlechtert – die Versicherung wird also teurer.
  • Doch möglicherweise haben Sie auch Glück und Ihr Auto wird günstiger eingestuft: Das ist bei rund 14 % aller zugelassenen Fahrzeuge der Fall.

Die Änderungen in der Typklasse werden in der Regel bei laufenden Verträgen ab Januar 2016 wirksam. Müssen Sie mehr zahlen, haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht und können sich nach einer preiswerteren Versicherung umschauen.

Prüfen Sie das Typklassenverzeichnis, um möglichst günstig zu fahren

  • Prüfen Sie jetzt, ob Ihr Wagen von einer Umstufung betroffen ist. Die neuen Typklassen 2016 finden Sie im Internet auf den Seiten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft – hier können Sie auch noch die Typklassen 2015 Wird Ihr Wagen höher eingestuft, können Sie mit höheren Versicherungsprämien ab 2016 rechnen. Denn die Beiträge einer Autoversicherung richten sich unter anderem nach den Fahrzeugtypen und den entsprechenden KFZ Typklassen.
  • Wenn Ihnen die Versicherung mit der zu erwartenden Steigerung zu teuer wird, schauen Sie sich nach einer günstigeren Alternative um. Meist gibt es im hart umkämpften Markt der Autoversicherungen preiswertere Anbieter, so dass Sie durch einen Wechsel die zu erwartenden Mehrkosten ab 2016 wieder ausgleichen können.
  • Wenn Sie das Thema jetzt angehen, geraten Sie nicht unter Zeitdruck. Für die Autoversicherung gilt eine monatliche Kündigungsfrist: Sie können Ihren Vertrag also bis zum 30. November kündigen, wenn Sie zum 1. Januar 2016 zu einer preiswerteren Versicherung wechseln wollen. Voraussetzung ist, dass das Versicherungsjahr wie meist vereinbart am 31. Dezember endet. Es gibt aber auch sogenannte unterjährige Verträge, bei denen eine jährliche Kündigung nur zu einem Termin im Laufe des Jahres möglich ist. Bei einer Beitragserhöhung haben Sie aber ein Sonderkündigungsrecht und können innerhalb eines Monats nach Erhalt der Benachrichtigung kündigen.

 

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