Achterbahn beim DAX? – Mit diesen Tipps bleiben Sie cool

Erste Hilfe für Aktienanleger, denen beim Auf und Ab an den Börsen schwindelig wird

Wer in den vergangenen Wochen die Kurse im deutschen Aktienindex DAX verfolgt hat, dürfte sich beinahe wie auf einer Achterbahn gefühlt haben: Da gab es neue Höchststände über 10.000 Punkte, da gab es schnelle Abstürze mit Hunderten von Punkten in nur ein oder zwei Tagen … Das zeigt:

Aktien erfordern gute Nerven. Wer sich vom hektischen Auf und Ab an den Börsen anstecken lässt und sofort verkauft, wenn es einmal bergab geht, setzt sich nicht nur unnötig unter Stress, sondern verbaut sich möglicherweise auch die Chancen auf langfristige gute Gewinne.

Was also tun, wenn Sie Aktien besitzen und die Kurse auch einmal heftig nach unten ausschlagen? Hier die wichtigsten Tipps:

Tipp 1: Denken Sie langfristig!

In einem Punkt sind sich die meisten Experten einig: Aktien sind auf Dauer eine lukrative Möglichkeit der Geldanlage:

  • So hat kürzlich die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zehn hochkarätige Anlageexperten gefragt, was 2014 die beste Geldanlage ist. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Sieben der zehn Experten votierten für Aktien.
  • Langfristig können Aktien überdurchschnittliche Renditen wie sonst kaum eine Anlagemöglichkeit erwirtschaften. Das Deutsche Aktieninstitut, das regelmäßig einen Überblick über die Wertentwicklung von Aktien herausgibt, zeigt: Wer sein Geld 2004 in DAX-Werte investiert hat, hat in den vergangenen zehn Jahren eine Rendite von durchschnittlich 8,7 Prozent pro Jahr erzielt!

Das heißt für Sie: Koppeln Sie sich vom täglichen Auf und Ab an den Börsen ab. Wenn Sie bei Verlusten schnell nervös werden, schauen Sie nur noch einmal pro Woche auf die aktuellen Kurse statt einmal oder mehrmals am Tag.

Kein Wunder, dass die Börsenlegende Warren Buffett empfiehlt: „Wenn jemand gute Aktien hat, wäre er verrückt, wenn er nur wegen eines Kursrückschlags verkaufen würde.“ Und: „Kaufe nie eine Aktie, wenn du nicht damit leben kannst, dass sich der Kurs halbiert.“

Tipp 2: Prüfen Sie Ihre Investition!

Auf der anderen Seite gibt es Anleger, die diesen Fehler machen: Sie halten an einer Aktie fest, obwohl der Kurs immer weiter fällt und die Verluste immer größer werden. Solche Anleger wollen einfach nicht wahrhaben, dass eine Investition ein Fehlschlag war, und hoffen darauf, dass die Aktie doch noch die Kurve hinbekommt. So können Sie Ihre Anlageentscheidung überprüfen:

Prüfen Sie bei einem Kursrückgang, warum die Aktie an Wert verliert: Hat sich an den Geschäftserwartungen oder an der Gesundheit des Unternehmens etwas geändert? Gibt es hier keine Änderungen, und existieren die Gründe weiterhin, die für den Kauf gesprochen haben, gibt es für langfristig orientierte Anleger keinen Grund, die Aktie bei einem Rückschlag zu verkaufen.

Eine weitere Möglichkeit, sich vor zu großen Verlusten zu schützen, ist: Setzen Sie ein Verkaufs-Limit für eine Aktie. Viele Anleger setzen sogenannte Stop-Loss-Limits etwa im Bereich von 20 oder 30 Prozent unter dem Kaufpreis. Fällt der Kurs einer Aktie unter diese Grenze, wird eisern verkauft. So sind Verluste mit einzelnen Werten oberhalb der selbstgesetzten Grenze weitgehend ausgeschlossen.

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