5 Steuertipps, mit denen Sie bei der Steuererklärung für 2015 mehr für sich herausholen – 900 Euro sind im Schnitt möglich

31.Mai 2016: Der Termin für die Steuererklärung 2015 rückt näher

5 Steuertipps für Ihre Steuererklärung 2015

5 Steuertipps für Ihre Steuererklärung 2015 / Bild: iStock

Niemand hört es gern – aber es wird langsam Zeit, an die Steuererklärung 2015 zu denken. Termin für die Abgabe ist zwar erst der 31. Mai 2016. Wer jedoch bis zum letzten Moment wartet, riskiert Nachteile, weil er möglicherweise wichtige Unterlagen nicht mehr rechtzeitig beschaffen kann oder nicht genügend Zeit hat, sich mit allen Vorteilen und Abzugsmöglichkeiten zu beschäftigen.

Die Sache lohnt sich meist: „Im Schnitt bekommen Arbeitnehmer fast 900 Euro zurück“, so die Stiftung Warentest in einer aktuellen Meldung. Um sich Ihre Chance auf dieses Extrageld zu sichern, sollten Sie wissen, was Sie alles steuerlich geltend machen können. Hier fünf Steuertipps, die immer wieder vergessen werden, die Ihnen aber ohne Aufwand viel Steuerersparnis und eine schöne Steuererstattung bringen können:

Steuertipp 1: Aufwendungen für Arbeitsmittel – So sparen Sie mit der Arbeitsecke Steuern

Ein zusätzliches Arbeitszimmer zu Hause abzusetzen ist seit einigen Jahren kaum noch möglich. Wenn Sie sich aber zu Hause eine Arbeitsecke eingerichtet haben, um dort abends oder am Wochenende noch die ein oder andere Überstunde für Ihren Arbeitgeber zu machen, können Sie die Kosten für die Arbeitsmittel, die Sie dort brauchen, bei Ihren Werbungskosten geltend machen. Denken Sie bei Aufwendungen für Arbeitsmittel zum Beispiel an: Quittungen für Fachbücher, Schreibzeug und Papier, Abo-Rechnungen, Fachzeitschriften, Online-Kurse etc., die Sie aus eigener Tasche bezahlt haben.

Steuertipp 2: So sparen Sie mit Renovierung und Verschönerung Steuern

Wer in seiner Privatwohnung oder seinem Haus etwas von einer Firma reparieren lässt, wer seine Kinder zu Hause betreuen lässt oder einen Hausmeister bezahlt, kann die Kosten dafür teilweise steuerlich geltend machen. 20 Prozent der Arbeitskosten (nicht Materialkosten) werden direkt von der Steuerschuld abgezogen. Hier kann eine hübsche Steuerersparnis zustande kommen. Voraussetzung: Sie haben eine Rechnung, bei der die Kosten in Arbeitsanteil und Materialkosten aufgeschlüsselt sind. Und: Der Betrag muss überwiesen werden. Bei Barzahlung gibt es das Steuerersparnis nicht!

Steuertipp 3: So tun Sie Gutes und sparen Steuern

Haben Sie beispielsweise zu Weihnachten etwas gespendet? Oder im Laufe des Jahres ein gemeinnütziges Projekt unterstützt? Dann können Sie sich Ihr finanzielles Engagement steuerlich geltend machen. Bei einer Zuwendung bis 200 Euro genügt dafür der Bankbeleg. War die Zuwendung höher, brauchen Sie eine Zuwendungsbestätigung, also einen Beleg des Spendenempfängers.

Steuertipp 4: Außergewöhnliche Belastungen – So sparen Sie bei Krankheiten Steuern

Immer wieder gibt es medizinisch notwendige Behandlungen, die von der Krankenkasse nicht oder nicht ganz übernommen werden, beispielsweise eine teure Zahnbehandlung oder eine Kur, bei der Sie zuzahlen müssen. Diese Kosten können Sie als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen, sobald die Grenze der zumutbaren Belastung überschritten ist. Diese Grenze ist je nach Einkommen und Familienstand unterschiedlich hoch.

Steuertipp 5: So sparen Sie mit Ihren Kindern Steuern

Wenn Sie Kinder bis 14 Jahre haben, sollten Sie alle Belege sammeln, die mit der Betreuung zusammenhängen – also vor allem für die Unterbringung von Kindern im Kindergarten, in Kindertagesstätten etc. Viele Eltern lassen sich hier nämlich noch einen schönen Steuervorteil entgehen. Kinderbetreuungskosten können Sie für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr geltend machen – und zwar: pro Kind zwei Drittel der nachgewiesenen Ausgaben von maximal 6.000 Euro, also höchstens 4.000 Euro pro Kind.

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