5 goldene Tipps zum Immobilienerwerb

Die großen Ferien stehen bevor. Infografik: 5 wertvolle Tipps für Ihren HauskaufFür viele eine Zeit nicht nur über den Urlaub nachzudenken, sondern den nächsten Schritt zur eigenen Immobilie zu unternehmen. Die eigenen vier Wände für die Familie ist und bleibt bei den Deutschen eines der liebsten Wünsche. Was gilt es zu beachten, wenn Sie sich auf Entdeckungstour begeben? Die 1822direkt hat 5 nützliche Tipps zusammengestellt.

1. Lage, Lage, Lage – was ist der beste Standort?

Die älteste Immobilienweisheit gilt nach wie vor. Doch was ist die Lage? Dazu zählt die Infrastruktur wie Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Schulen und die Verkehrsanbindung. Je mehr Sie zu Fuß erreichen können, desto besser. Und achten Sie darauf, wie es um den Fortbestand steht. Sollen Geschäfte erweitert oder gar geschlossen werden? Lesen Sie die lokale Presse oder sehen Sie nach, wie gut die Geschäfte besucht sind. Schauen Sie sich die Gegend auch zu unterschiedlichen Wochentagen und Uhrzeiten an. So erfahren Sie etwas über die Lärmbelastung und Ihre Nachbarschaft. Beziehen Sie in Ihre Beurteilung nicht nur die nähere Umgebung ein, sondern die gesamte Region.

2. Bebauungsplan – was bringt die Zukunft?

Der schönste Blick und die ruhigste Gegend müssen nicht von Bestand sein. Wo Sie vorher noch auf Felder und Wiesen schauten, kann morgen schon eine Fabrik mit 24 h Betrieb stehen. Straßen können verbreitert werden, neue Verkehrsflüsse können entstehen. Deswegen informieren Sie sich am besten bei der örtlichen Gemeinde über den Bebauungsplan.

3. Wertermittlung – was ist ein fairer Preis?

Sehen Sie die Immobilie als Investment an, auch wenn Sie Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung selbst bewohnen wollen. Welche Rendite erwarten Sie nach 5, 10 und 15 Jahren. Was würden Sie bei einem Verkauf erzielen und entspricht nach Kosten der Wert Ihren Renditevorstellungen? Der Immobilienerwerb ist eine emotionale Angelegenheit. Schließlich erschaffen Sie für sich und Ihre Familie Ihre „Burg“. So hilft dieser Trick eine andere Betrachtungsweise einzunehmen. Daneben gibt es eine Vielzahl an Online-Tools, die Sie bei der Errechnung eines fairen Wertes unterstützen. In wenigen Minuten hat der Käufer einen Richtwert für einen angemessenen Preis. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte einen Sachverständigen einschalten (siehe hierzu auch Punkt 4.). Allerdings sind hier die Kosten für eine Bewertung entsprechend höher. Daneben ist der Preis auch Verhandlungssache. Bei Gebrauchtimmobilien wechselt selten eine Immobilie zu dem Preis die Seite, wie er in der Anzeige stand.

 4. Bausubstanz – was verbirgt sich hinter den Mauern?

Der Verkäufer haftet nur für arglistig verschwiegene Mängel. Beim Autokauf können Sie das Auto zur Probe fahren. Von einem Probewohnen haben wir allerdings noch nichts gehört. Sind das Dach und die Leitungen dicht, liegen alle Kabel richtig, funktioniert die Heizung, halten die Kacheln, gibt es Risse in den Wänden, ist der Keller feucht etc. etc.. Eine Vielzahl von Fragen, die der Laie mit bloßem Auge nicht erkennt. Was ist zum Beispiel mit der Einhaltung von Bauvorschriften? Kennen Sie sich hier aus? Ein Bausachverständiger ist somit nicht nur empfehlenswert beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sondern auch bei der Abnahme eines Neubaus. Ein öffentlich vereidigter Sachverständiger haftet sogar, wenn er einen Mangel schuldhaft übersehen hat. Angesichts von Kaufpreisen, die in die Hunderttausende gehen, sind die Ausgaben für einen Experten von in der Regel 1.000 € bis 1.500 € gut investiert.

5. Unterlagen – Auf welche Papiere kommt es an?

Broschüren versprechen viel und sehen klasse aus. Doch der Blick aus dem Fenster muss nicht dem Hochglanzprospekt entsprechen und der lichtdurchflutete Raum kann in Wahrheit eine Dunkelkammer sein. Studieren Sie deswegen die Akten, die den Zustand der Immobilie wirklich dokumentieren. Belastungen erfahren Sie aus dem Grundbuch. Dazu zählen Hypotheken ebenso wie ein Wegerecht für den Nachbarn oder die Gemeinde. Lesen Sie bei Eigentumswohnungen aufmerksam die Protokolle der Eigentümerversammlungen. Hier erfahren Sie viel über bevorstehende Investitionen, die Hausordnung oder bevorstehende Reparaturen. Bei Häusern lassen sich mit Bauplänen und Rechnungen viele Hinweise auf den Zustand und den Erhalt der Immobilie ableiten.

Zum Schluss ein besonderer Tipp:
Eine gute, humoristische Einführung zu dem Thema bietet der Film „Geschenkt ist noch zu teuer“. Schauen Sie sich die Erfahrungen von Walter und seiner Freundin Anna beim Hauskauf einmal an. Dann werden Sie wissen, wie wichtig es ist, einen Immobilienkauf sorgfältig zu planen.

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