4 € mehr pro Monat – übersichtliche Kindergelderhöhung

Was Sie darüber hinaus tun können, um mit Kindern Steuern zu sparen

Mehr Kindergeld – das ist eigentlich eine gute Nachricht für Familien oder Eltern mit Kindern. Doch bei der Kindergelderhöhung 2015 dürfte der Jubel sich doch in Grenzen halten, denn das Plus fällt eher übersichtlich aus. Ganze 4 € soll es pro Kind und Monat geben, so die jetzige Planung der Bundesregierung. Hier die Eckdaten der aktuellen Pläne zur Familienförderung:

  • Heute beträgt das Kindergeld für das erste und zweite Kind jeweils 184 € pro Monat, 190 € für das dritte und 215 € für jedes weitere Kind.
  • Noch in diesem Jahr sollen diese Beträge um jeweils 4 € erhöht werden auf jeweils 188 € pro Monat für das erste und zweite, 194 € für das dritte und 219 € für jedes weitere Kind.
  • Im folgenden Jahr, also 2016 soll noch einmal eine Erhöhung um jeweils 2 Euro hinzukommen.

Selbst bescheidene Eltern, die auf jeden Cent schauen, dürften eine Erhöhung in dieser Dimension wohl kaum spüren. Deshalb ist es erfreulich, dass auch eine Erhöhung des Kinderfreibetrags in Planung ist. Dieser Freibetrag ist der Anteil des Bruttoeinkommens, auf den keine Steuer gezahlt werden muss, wenn ein Kind vorhanden ist:

Der steuerliche Kinderfreibetrag soll ebenfalls noch 2015 um 144 € von heute 4.368 € im Jahr auf 4.512 € und 2016 nochmals um 96 € auf 4.608 € erhöht werden.

Für Spar-Profis: So holen Sie bei der Steuer mehr Vorteile für sich heraus

Bei diesen geringen Erhöhungsbeträgen sollten Sie sich nach anderen Steuer-Spar-Möglichkeiten umschauen. Eine gute Möglichkeit, die viele Eltern nicht kennen und nutzen, sind die Betreuungskosten.

Kinderbetreuungskosten können Sie für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr (also bis zum 14. Geburtstag) als Sonderausgaben in Ihrer Steuererklärung geltend machen – und zwar: pro Kind zwei Drittel der nachgewiesenen Ausgaben von maximal 6.000 €, also höchstens 4.000 € pro Kind.

Zum Beispiel diese Kosten sind absetzbar:

  • Unterbringung von Kindern im Kindergarten, in Kindertagesstätten, Kinderhorten, Kinderheimen und Kinderkrippen sowie bei Tagesmüttern, Wochenmüttern und in Ganztagspflegestellen
  • Beschäftigung von Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen und Kinderschwestern
  • Beschäftigung von Hilfen im Haushalt, soweit sie das Kind betreuen, z. B. Haushaltshilfe, Au-pair
  • Beaufsichtigung des Kindes bei Erledigung seiner Hausaufgaben
  • Taschengeld und Nebenkosten für ein Au-pair

Damit Ihre Kinderbetreuungskosten tatsächlich anerkannt werden, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:

  • Weisen Sie die Kosten durch eine Rechnung oder einen anderen Beleg nach. Das kann beispielsweise auch ein Bescheid über die Kindergartengebühren oder ein schriftlicher Arbeitsvertrag mit der Betreuungsperson sein.
  • Die Kosten dürfen Sie auf keinen Fall bar bezahlen. Überweisen Sie die Beträge immer und bewahren Sie die Kontoauszüge für den Fall der Überprüfung auf!

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