2014: Mehr Netto vom Brutto – Welche geldwerten Zusatzleistungen Sie bei Ihrem Chef heraushandeln können

Jeder Arbeitnehmer hat es schon erlebt: Durch Steuern und Progression schmelzen Gehaltserhöhungen, die auf den ersten Blick brutto noch lukrativ ausgesehen haben, wie Eis in der Sonne. Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, mehr Geld auf das Konto zu bekommen. „Mehr Netto vom Brutto“ ist dabei die Devise.

Die Idee: Der Arbeitgeber lässt Ihnen andere geldwerte Vorteile oder Vergünstigungen zukommen, die gar nicht oder günstiger versteuert werden als eine Lohnerhöhung. Ein Klassiker ist der Firmenwagen – aber es gibt noch viele weitere Möglichkeiten.Hier drei Beispiele für solche geldwerten Zusatzleistungen, mit denen Ihr Arbeitgeber 2014 bei Ihnen Pluspunkte sammeln kann:

Benzingutscheine als geldwerte Zusatzleistung: Erleichterung an der Tankstelle

Der Arbeitgeber kann Ihnen pro Monat einen Sachbezug im Wert von 44 Euro abgabenfrei gewähren. Das heißt im Klartext: Er kann Ihnen monatlich beispielsweise einen Gutschein über 44 Euro fürs Tanken geben. Solche Benzingutscheine bleiben steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn die 44-Euro-Grenze nicht überschritten wird. Für das Benzin werden keinerlei Steuern fällig. Gut zu wissen: Wenn Sie als Mini-Jobber auf 450-Euro-Basis arbeiten, wird die 450-Euro-Grenze durch den Gutschein nicht angetastet. Das heißt: Wenn Sie bereits 450 Euro verdienen, kann Ihnen der Arbeitgeber den Gutschein also problemlos zusätzlich geben.

PC vom Arbeitgeber: Auch zur Privatnutzung

Sie hätten gern einen neuen PC oder Laptop oder eines der hübschen Tablets, zögern aber noch wegen der Kosten? Auch hier ist eine steuergünstige Extra-Leistung nach dem Motto „Mehr Netto vom Brutto“ möglich:Ihr Arbeitgeber kann Ihnen beispielsweise einen PC zur Verfügung stellen – und das nicht etwa nur, damit Sie auch in der Freizeit arbeiten, sondern auch zur privaten Nutzung. Inklusive Zubehör wie etwa Software oder Drucker.Wichtig dabei nur: Ihr Arbeitgeber darf Ihnen das Gerät nicht schenken! Es muss in seinem Eigentum bleiben. Als Geschenk würde der PC sofort zu einem lohnsteuerlichen Vorteil, für den Steuern gezahlt werden müssten, und die ganze Sache wäre uninteressant.Stellt der Arbeitgeber Ihnen beispielsweise einen Tablet-PC zur Verfügung und hat dafür einen Mobilfunkvertrag abgeschlossen, damit Sie auch unterwegs ins Internet kommen, sollte der Vertrag auch über die Firma laufen und nicht auf Ihren Namen abgeschlossen sein.

Kinderbetreuung: Zuschuss vom Chef

Wenn Sie kleine Kinder haben und berufstätig sind, gibt es auch eine gute Nachricht: Ihr Arbeitgeber kann Ihnen einen Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten zahlen und damit finanziell Erleichterung schaffen. Diese geldwerte Zusatzleistung beispielsweise für die Kitakosten ist für Sie vollkommen steuer- und sozialversicherungsfrei – und damit wertvoller als eine Lohnerhöhung in gleicher Höhe!

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